Seehotel „Das Traunsee“

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Ein Wochenende Entspannung im Salzkammergut


Wer uns auf Facebook und Instagram folgt weiß, dass wir Anfang Oktober am wunderschönen Traunsee waren. Genauer waren wir für einige Tage zu Gast im Seehotel „Das Traunsee“, das direkt am Wasser im malerischen Traunkirchen liegt. Denn wir finden: Man muss eigentlich nicht weit reisen, Österreich hat so viele tolle Orte zur Erholung zu bieten, und einen davon möchten wir euch heute etwas genauer vorstellen.

Das Seehotel

Wer ausspannen und richtig gut essen möchte, dabei auch noch einen grandiosen Blick genießen und nicht weit reisen will, dem können wir das Seehotel DAS TRAUNSEE absolut an’s Herz legen.
Gleich bei Anreise sind wir in den Geschmack des perfekten Service gekommen, denn während unsere Koffer auf das Zimmer gebracht wurden, haben wir ein Gläschen Frizzante auf der Seeterrasse genossen. Na das fängt ja gut an!

Das familiär geführte 4*-Hotel liegt in Traunkirchen direkt am See mit hauseigener Seeterrasse, Bootssteg und Bademöglichkeit im See. Absolut Top: Jedes Zimmer hat direkten Seeblick und eine eigene Terrasse, so wird die besondere Lage vor allem bei gutem Wetter zum Highlight. 7 der 38 Zimmer haben sogar einen eigenen, direkten Zugang zum See. Pluspunkt von Emil: In allen Zimmern sind Hunde erlaubt (im Restaurant Bootshaus jedoch nicht). Der hauseigene Wellnessbereich mit Sauna (in der Sauna hat man einen herrlichen Blick auf den See) und einem großen Angebot an Massagen und Kosmetik-Behandlungen rundet das Hotelangebot perfekt ab.

Wir durften unseren Aufenthalt in der wunderbaren Salzkammergut Suite genießen, daneben gibt es die Zimmerkategorien Mini See Suite mit Seezugang, Mini Suite, Doppelzimmer und Einzelzimmer. Die Preise für die Zimmer sind saisonabhängig, jedoch gibt es auch sehr interessante Pauschalangebote, die Übernachtung und Genuss im hauseigenen, prämierten Restaurant Bootshaus im Paket bieten. Aber kommen wir nochmal zu unserem Zimmer, hier ein paar Eindrücke für euch von der Salzkammergut Suite:

Für Bene und mich ist gerade die Kombination von wunderschönem Hotel, kulinarischem Genuss direkt im Hotel (niemand muss mehr fahren!) und Standort in einer schönen Region in Österreich, dem Salzkammergut, wirklich eine tolle Kombination, um einige Tage Auszeit zu nehmen. Natürlich ist das vor allem auch interessant, wenn man z.B. mit seinem Hund reist (auch ohne), denn vom Hotel aus kann man tolle Wanderungen in der Region unternehmen.

Und das Wetter wollte, dass sich die Region von ihrer besten Seite zeigte. Einen Tag lang hatten wir blitzeblauen Himmel und T-Shirt-Wetter, freie Sicht auf die Berge und einen glitzernden See vor unseren Augen!
Mit Herrn Wolfgang Gröller, welcher gemeinsam mit seiner Frau Monika das Hotel führt, durften wir sogar eine flotte Runde im Boot über den See drehen. Super cool!

 

Poststube 1327 im Symposion Hotel Post Traunkirchen

Nebst dem Seehotel Das Traunsee gehören auch das Symposion Hotel Post (200 m vom Seehotel im Ortskern von Traunkirchen), die hauseigene Greißlerei und die Kranabethhütte zum Familienbesitz. Da das Restaurant Bootshaus nur von Donnerstag bis Montag Abends geöffnet hat, ist es sehr praktisch, direkt um die Ecke die Postsube1327 zu haben. Wie auch im Bootshaus ist Lukas Nagl Executive Küchenchef der Poststube, allerdings ist die Küche hier traditionell gehalten, natürlich aber mit einem starken Fokus auf Fisch aus dem Traunsee. So gibt es zum Beispiel immer den Tagesfang auf der Karte – zubereitet wird, was angebissen hat. In der Poststube kann man 7 Tage die Woche ganztags warme Küche genießen und nebst wunderschöner, renovierter Stube sitzt man draußen auf dem kleinen Platz natürlich wieder mit Blick auf den See! In der Stube wurden viele regionale Rohstoffe verwendet und Künstler aus der Region in die Gestaltung einbezogen, wie man zum Beispiel an den wunderschönen, bemalten Lampenschirmen sehen kann. Ein wirklich schöner Ort!

Zum Mittagessen waren wir eben dort und haben uns das wunderbare Angebot schmecken lassen. Zufällig war an diesem Tag (2. Oktober) Lichtbratl-Montag. Kennt das jemand von euch? An diesem Tag wird der Zeitpunkt gefeiert, ab dem erstmals wieder künstliches Licht für die Arbeit angeschaltet wird. Früher durften die Handwerker erst ab diesem Tag wieder das Licht anschalten, da die Tage kürzer und es somit wieder früher dunkel wurde. In den Sommermonaten wurde meist auch draußen gearbeitet, sodass künstliches Licht nicht benötigt wurde. Dadurch sparte sich der Chef natürlich einiges an Geld und als Dank an seine Handwerker lud der Chef seine Angestellten am Lichtbratl-Montag auf ein Bratl (Braten) ein. Dies war ein besonderes Highlight, gab es früher doch Fleisch nur an Sonn- und Feiertagen (daher kommt übrigens auch der Begriff „Sonntagsbraten“). Klar, dass wir trotz bevorstehendem Abendmenü Mittags ein Bratl kosten mussten!

Geeistes Bauernei. Sommertrüffel. Kresse
Traunsee Bouillabaisse. Rouille. Fenchel. Steckerlbrot
Brat’l
Tagesfang aus dem Traunsee. Petersilienerdäpfel. Zitrone. Butter

 

Restaurant Bootshaus im Seehotel

Kulinarisches Highlight für uns war natürlich der Abend im Restaurant Bootshaus.
Das mit 16 Punkten und 2 Hauben im Gault&Millau ausgezeichnete Restaurant liegt im Erdgeschoss des Seehotels direkt am Wasser. Den wunderbaren Blick auf den glitzernden See und die dahinter liegenden Berge genießt man nicht nur aus dem Inneren sondern vor allem im Sommer auch von den beiden Seeterrassen. Das Team rund um Executive Chef Lukas Nagl und Küchenchef Michael Kaufmann verwöhnt hier Donnerstag bis Montag immer Abends seine Gäste unter dem Motto „Im Wandel der Werte“. Der Genuss und vor allem das Produkt stehen bei allen Gerichten im Mittelpunkt, regionale Rohstoffe wie zum Beispiel Lammfleisch vom Biohof Gnigler (dazu kommen wir weiter unten noch) werden hier zu tollen Gerichten verarbeitet. Gerade der Fokus und dadurch auch die Unterstützung von eben diese kleinen, regionalen Produzenten finden wir klasse und nachahmenswert! Es gibt eine kleine Speisekarte und natürlich ein Menü in 4 (75€) oder 6 (95€) Gängen, welches wir dringend empfehlen. Es gibt nichts schöneres, als sich auf solch einen Genussabend einzulassen und die Küche Speise- und Menüfolge bestimmen zu lassen. Die perfekt abgestimmte Weinbegleitung, welche von Sommelier Christopher Oliveira-Malveiro zusammengestellt wird, rundet das Erlebnis ab.

Ein extra Lob möchten wir dem gesamten Service-Team aussprechen, welches unglaublich freundlich und professionell den Abend gestaltet hat und auch bei unseren ganzen Fragen zu Produkt, Zutat und Gericht immer eine Antwort parat hatte! Eines meiner Highlights war die Nussbutter mit Baumflechten. Diese simple aber raffinierte Zubereitung zeigt, wie einfach man mit wenigen guten Produkten ein großartiges Geschmackserlebnis kreiert. Daneben war aber auch die Kombination Lardo-Reinanke-Rote Rübe genial und für uns eigentlich jeder Gang ein kleines Highlight.
Übrigens: Auf dem Teller des Traunbarsches seht ihr die Filets von 2 ganzen Fischen, denn der Traunbarsch wird maximal 15—20 cm groß und wenn man vom Steg aus ganz angestrengt aufs Wasser schaut, sieht man die kleinen Fische in Scharen.
An unserem Abend im Bootshaus durften wir folgendes Menü in gleich 9 Gängen genießen:

Nussbutter mit Baumflechten
Erdäpfel mit selbstgemachtem reinankenkaviar, Bauernbutter und Reinankenmatjes im HotDog Brot
Krebsstich mit Zwetschkensenfgurke und Senfblüten
Kalbstatar mit Krebsöl, Nektarinenmarmelade und Sauerkren
Auster mit Gurkenrelish
Paradeiser. Ziegenfrischkäse. Physalis. Butternußkürbis.
Weinbegleitung: 2016 Grüner Veltliner „Velue“, Johannes Zillinger, NÖ
Wildkrebs. Gurken. grüner Anis. Salzkohlrabi.
Weinbegleitung: 2015 Rose 1805 Reserve, Domäne Wachau, Wachau
Reinanke. Holler. grüner Wacholder. rote Rüben.
Weinbegleitung: 2014 Bourgogne Blanc, Bachelet Monnot
Traunbarsch. Fisolen. grüne Haselnüsse. heimischer Pfirsich.
Weinbegleitung: 2015 Riesling „Krone“, Eva Fricke, Reingau
Seesaibling. Pastinake. Rettich. saure Quitte.
Weinbegleitung: 2016 Pinot Gris „Clos du Cappucins“ Domäne Weinbach, Elsass
Haferwurzel. Entenklein. Berberitzen. Birne
Weinbegleitung: 2006 Pinot Noir, Günter Querbach, Reingau Zur Entenleber: Sauternes Reserve
Bluntz’n. Frühkraut. Topaz Apfel. Verbene.
Weinbegleitung: Wild Schütz, Schloss Eggenberg
Rehbock vom Feuerkogel. Melanzani. Salzzwetschken. Verbene
Weinbegleitung: 2012 Quinta da Romaneira Reserva, Portugal
Waldheidelbeeren. G’stockter Rahm. Schokobunkl. Baiser.
Weinbegleitung: 2010 Gabarinza u. Salzberg Beerenauslese, Gernot Heinrich, Burgenland

 

Bio Lamm von Familie Gnigler

Tags darauf wollten wir einen Produzenten und Lieferanten von Lukas Nagl genauer unter die Lupe nehmen. Wir lieben die Philosophie des Bootshauses, dass vor allem Produkte aus der Region verwendet werden und haben die Chance genutzt, bei einem Bio Lamm Betrieb 20 Minuten von Traunkirchen vorstellig zu werden.
Hier, vor den Toren des beschaulichen Örtchens Rutzenmoos führt Familie Gnigler seit 1983 einen Bio-Betrieb, der sich auf die Aufzucht und hauseigene Schlachtung von Schafen fokussiert. Der Hof hat bereits eine lange bäuerliche Tradition und ursprünglich gab es am Hof 3 Kühe und das Geld wurde mit Handwerk (Färberei, Schusterei und zuletzt Tischlerei) verdient. Ein Freund der Familie brachte die Gnigls damals auf die Schafe – und diese sind bis heute geblieben. Seit 1992 ist der Betrieb biologisch und war somit ein Pionier auf dem Gebiet der biologischen Landwirtschaft.

Anders als bei konventioneller Schafszucht werden die Lämmer erst im Alter von 6 Monaten (konventionell dagegen mit ca. 3 Monaten) geschlachtet und das in der hofeigenen Schlachterei. Die Schafe werden somit keinem Stress durch Transport und ungewohnter Umgebung ausgesetzt. Nebst dieser Vermeidung von Stress trägt auch das selbst produzierte Futter, Weidehaltung und der Verzicht auf Antibiotika und Chemikalien dazu bei, dass das Lammfleisch der Familie Gnigler von bester Qualität ist. Und die schmeckt man auch.

Auf dem Bio-Hof werden ca. 250 Merinolandschafe gehalten, die von Frühling bis Herbst auf den Weiden grasen. Die Fütterung im Winter erfolgt mit selbst produziertem Heu, Silage und Getreide.
Bei der Schlachtung hat ein 6 Monate altes Lamm übrigens ca. 45–50 Kilo Lebendgewicht. Geschlachtet wird wöchentlich, übers Jahr macht das ingesamt ca. 800–1000 Lämmer, die sowohl an die Gastronomie als auch an ausgewählte Bio-Läden geliefert werden.

Übrigens: Was bedeutet Bio in einer Viehzucht? Folgende Faktoren müssen unter anderem erfüllt werden:
– Weidehaltung, viel Auslauf
– Großer Stall: Höherer Platzbedarf pro Lamm als bei konventioneller Haltung
– Natürliche und ausreichende Beleuchtung, Helligkeit des Stalls streng geregelt
– 100% Bio-Futter
– Verzicht auf Chemie, Medikamenteneinsatz muss vom Arzt verordnet werden, nur in Notfällen und keinesfalls prophylaktisch

Nebst dem Fleisch, auf welchem das Hauptaugenmerk liegt, wird auch die Wolle verkauft und an Europas einzige (!) Wollwaschfabrik in Belgien geliefert. Leider lohnt es sich jedoch nicht, die Felle aufzuarbeiten und zu verkaufen, da der Kostenaufwand sehr viel höher wäre als das, was man für ein einzelnes Schaffell erzielen kann. Hier machen große Konzerne und bekannte Möbelhäuser mit Überseeimporten leider die Preise kaputt. Auch der Verkauf der Wolle ist bestenfalls ein Zubrot. Leider.

Vielen Dank an Familie Gnigler, dass Ihr Euch für uns viel Zeit genommen habt und unsere zahllosen Fragen restlos beantwortet habt. Wir finden es immer besonders spannend, einen Blick hinter die Kulissen solch wunderbarer Betriebe werfen zu dürfen!

 

Fleißige Leser wissen, dass während dem Wochenende auch „5 Jahre Bootshaus“ gefeiert wurde, einen Bericht über das grandiose, kulinarische Event findet ihr hier.

Seehotel DAS TRAUNSEE
Klosterplatz 4  |  4801 Traunkirchen
Tel: 0043 7617 2216
traunsee@traunseehotels.at
www.dastraunsee.at

Auf Einladung vom Seehotel „Das Traunsee“. Vielen Dank! (Sponsored Post)

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