Whisky Weutz

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Auf Verkostungstour bei der Whisky Destillerie Weutz


Natürlich ist die Südsteiermark für ihren Wein, die Winzer und die Buschenschänke bekannt. Aber auf unserer Reise durfte es halt mal was Außergewöhnliches sein. Deswegen haben wir – übrigens um 10 Uhr Vormittag – der Whisky-Destillerie Weutz einen Besuch abgestattet.
Alles wird hier vor Ort im architektonisch sehr gelungenen Hauptquartier im Ortskern von St. Nikolai produziert. Die erste Produktionsstufe ist eigentlich identisch mir der des Bierbrauens, weshalb die Destillerie hier mit der Flamberger Brauerei zusammenarbeitet. Denn für einen Single Malt bilden – wie für’s Bier – auch Gerste und Malz die Basis. Da es aber die Profis besser erklären können als ich, darf ich an dieser Stelle von der Website der Destillerie zitieren:

DER ROHSTOFF
Nachdem man sich auf die Produktion von „Single Malt“ vertieft, ist der Einsatz von 100 % Gerste das Maß der Dinge. Dennoch haben auch Weizen, Mais, und Dinkel den Weg in die steirische Whiskyproduktion gefunden und gezeigt, dass sich mutige Wege auszahlen.

DAS MÄLZEN
Bevor die Gerste geschrotet wird, bedarf es der Mälzung. In diesem Prozess werden die Enzyme der Gerste geweckt, um später ihre wahre Stärke zu zeigen.

DAS MAISCHEN
Durch das Zugeben von heißem Wasser, kommt das Enzym der Gerste ins Spiel und wandelt die Stärke in Zucker um. Ein süßer Gerstensaft, auch Whiskywürze genannt liefert die Basis für die Maische.

DAS GÄREN
Eine Reinzuchthefe, sowie eine temperaturgesteuerte Vergärung sorgen dafür, dass die Maische binnen 14 Tagen endvergoren und somit bereit für den nächsten Vorgang ist.

DAS DESTILLIEREN
Die Brennanlage ist nach den neuesten Standards und eigenen Vorstellungen konstruiert. Ganz nach schottischem Prinzip wird nach dem pot-still-Verfahren destilliert, was die Produktion eines Rau- und eines Feinbrandes bedeutet. Der sogenannte Mittellauf landet danach in der Schatzkammer, dem Fasskeller.

Die Lagerung
Ohne Reifung kein Whisky. Im Fasskeller finden sich Fässer unterschiedlicher Größe und Holzart. Die französische Allier, sowie Limousin Eiche bestimmen hier den Charakter des Produktes wesentlich mit. Die Fässer mit unterschiedlichem toasting werden von einem österreichischen Fassbinder nach eigenen Wünschen hergestellt. Um in den Genuss eines Sherry-Wood-Finishs zu kommen, wird der Sherry selbst produziert.

Insgesamt werden ca. 3000 Liter im Jahr so produziert. Ach ja – die Lagerung muss übrigens mindestens 3 Jahre betragen, sonst darf man den feinen Tropfen nicht Whisky nennen.
Nachdem wir die Produktion und auch den Lagerungskeller inspiziert hatten, durften wir uns an der tollen Bar noch durch die diversen Whisky-Sorten probieren. Insgesamt 10 verschiedene Tropfen werden hier hergestellt. Mein Favorit war der – sehr milde und nicht rauchige – Origin Spelt, bestehend aus 51% Bio-Dinkel und 49% Gerstenmalz. Bene hat sich hingegen den Hot Stone als Liebling auserkoren, ein Single Malt, bei welchem noch vor der Gärung glühende Vulkansteine unter die Maische gegeben werden. Diese werden mit Hilfe von Buchenholz auf 1.000 Grad erhitzt und bewirken so eine Karamellisierung des Zuckers.
Ihr seht, man muss nicht gleich nach Schottland fahren, um mal einen Blick in eine Whisky-Destillerie zu erhaschen.

WHISKY DESTILLERIE WEUTZ

St. Nikolai Nr. 6 | 8505 St. Nikolai im Sausal
destillerie@weutz.at
www.weutz.at

Auf Einladung  des Tourismusverbandes Sulmtal-Sausal, im Auftrag der Agentur A.R.T. (Sponsored Post).

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