PLANCHA GRILL

InStories, Testküche
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Im November hatte ich das erste mal das Kochbuch „Grillen im Winter“ in der Hand. Seitdem haben wir beide echt Bock auf Grillen – selbst (oder gerade weil) es draußen schneit. Unsere Idee: Wir werden ab jetzt einmal im Monat grillen und euch das leckere Rezept vorstellen. Ob ihr auf den Zug aufspringt und mit uns zusammen im Winter grillt, oder euch stattdessen die Rezepte einfach einmerkt, um dann – sobald es warm wird – gleich mal mit einer großen Rezeptauswahl ausgestattet zu sein, sei ganz euch überlassen. Aber so oder so – man kann nur gewinnen.

Nun kam es, dass wir von Verycook aus Lyon die Anfrage bekamen, ob wir Lust hätten, ihren neuen Plancha-Grill zu testen. Wir testen ja wirklich nur selten etwas und dann nur, wenn wir selbst auch daran interessiert sind. Und dies war eben genau solch eine Situation.

Der Verycook Plancha Grill

Gesagt, getan – wir haben uns einen Plancha-Grill mit türkiser Front (Veryjean) sowie Edelstahlplatte ausgesucht und direkt an Weihnachten zu meinen Eltern nach Hause liefern lassen. Meine Schwester und ihr Freund waren auch da, und so konnten wir zu sechst den Grill gleich mal auf Herz und Nieren testen. Größte Challenge: Jeder wollte etwas anderes ausprobieren – Gemüse, Fleisch und Fisch, und das auch noch mit verschiedenen Garstufen. Schafft er das? Wir haben heute mal ein kleines Resumée für euch. Ob wir den Plancha empfehlen können und wie er sich bedienen lasst, lest ihr heute. In zwei Wochen werden wir dann das erste Plancha-Rezept vorstellen. Bis dahin grillen wir mal fleißig weiter!

So kamen wir nun kurz vor Weihnachten bei meinen Eltern an und mussten sogleich nachsehen, was denn da für uns angekommen war. Nachdem wir im Vorfeld schon einige Beschwerde über ein „tonnenschweres“ Paket von Seiten meiner Eltern bekamen, hatten wir uns auf Einiges vorbereitet.

Das Gerät kommt in einem wirklich großen Karton an, welcher – wie meine Eltern schon sagten – ein stattliches Gewicht hat. Nach dem Öffnen war aber schnell klar, dass der Hauptteil des Gewichts durch die massive Grillplatte verursacht wurde. Die Platte, welche man in drei Versionen (Walzstahl, emaillierter Stahl oder Edelstahl) bestellen kann, ist rund 6mm dick. Und dies verursacht nicht nur die eine oder andere Schweißperle beim Herumtragen des guten Stücks, sondern  bringt auch Einiges beim Grillen, aber dazu gleich mehr.

Der Plancha-Grill ist eine besondere Art von Gasgrill, welcher nicht – wie üblich – mit einem Rost ausgestattet ist, sondern stattdessen eine massive Stahlplatte hat, die von unten mit Gas befeuert wird und so die Hitze an das Grillgut abgibt. Die Platte ist gut 60 x 40 cm groß und bietet somit reichlich Platz, um auch eine größere Zahl an hungrigen Mäulern zu stopfen. Der perfekte Familiengrill also? Darüber hinaus verfügt der Grill über zwei getrennt regelbare Brenner, welche mit zwei Temperaturzonen sowohl Kurzgebratenes wie Steaks und Co. als auch Gemüse parallel garen lassen. Auch das Ruhenlassen von Kurzgebratenem auf der kühleren Seite des Grills klappt ganz großartig. Und wenn man mal Mariniertes braten will, tropft nicht die gesamte Marinade aufs Feuer, sondern bleibt auf der Platte und gibt ihren Geschmack ab.

Der Grill ist gut verarbeitet, die in Türkis lackierte Front sieht sehr schön aus und alle Bauteile wirken massiv. Der Schlauch ist ein deutsches Qualitätsprodukt, was sicher auch etwas mehr Vertrauen erweckt als Chinaware. Die Edelstahlplatte passt perfekt auf den Unterbau und die Regel wirken wertig und stabil.

Der Aufbau

Der Grill ist schon vormontiert, einzig die Platte muss aufgesetzt, die Füße eingeschraubt und der Gasschlauch angeschraubt werden. Im Lieferumfang befinden sich zwei Schläuche – ein orangefarbener mit Druckminderer an einem Ende, wie ihr sie vielleicht von anderen Grills kennt, und ein weißer Schlauch, wie wir ihn bisher noch nicht gesehen hatten. Nach Studium der Gebrauchsanweisung war schnell klar, dass in Deutschland (und Österreich) der orangefarbene Schlauch zu verwenden ist.

Der Druckminderer (ein rundes, ca. 10 cm großes Metallteil) dient dazu, den hohen Druck, welcher in der Gasflasche herrscht, auf den Betriebsdruck des Grills zu reduzieren. Der Gasflaschenanschluss ist in Deutschland (und Österreich) genormt und so haben wir kurzerhand die Propangasflasche aus dem väterlichen Heizpilz entliehen und am Grill angeschlossen. Die Anschlüsse sind für handelsübliche Propan- oder Butangasflaschen ab 5 kg geeignet, welche man im Baumarkt oder an vielen Tankstellen bekommt. Für den Hausgebrauch sollte eine 5 kg-Flasche ausreichen, welche allerdings auch nicht gerade klein ist und bereits gute 11 kg auf die Waage bringt. Leider stellte sich später heraus, dass in Wien solche Flaschen etwas schwerer zu bekommen sind, oder man zumindest etwas weiter fahren muss, um einen Baumarkt oder Gashändler zu finden, der die Flaschen verkauft. Ob es Möglichkeiten gibt, die kleineren (und leichter erhältlichen) Campingaz-Flaschen mit ihrem proprietären Anschluss auch an den Plancha anzuschließen, konnten wir bisher leider noch nicht herausfinden. Wir stehen aber mit Verycook in Kontakt und werden euch diesbezüglich auf dem Laufenden halten.

Das Grillen

Der Grill ist nach Zündung durch die Piezo-Zünder in rund zwei Minuten auf Temperatur und bereit, das erste Grillgut zu empfangen. Im Gegensatz zu einem klassischen Grill braucht man beim Plancha ein wenig Öl, aber eben wirklich nur ein wenig. So machten wir gleich zu Anfang den Fehler, einen etwas zu guten Schuss Öl auf den Grill zu geben. Nach einigen Versuchen und viel Rauchentwicklung stellten wir fest, dass ein Esslöffel auf ein Steak bereits ausreicht. Einfach Öl drauf geben, etwas verteilen und sofort das Steak drauf. Daher haben wir uns zwischenzeitlich noch einen Pinsel besorgt, mit welchem man das Öl ein wenig besser auf der Platte verteilen kann.

Mit seinen 7,6 kW bringt der Plancha so richtig Hitze auf die Platte, was wirklich Spaß macht. Minutensteaks sind spätestens in einer Minute fertig, Garnelen werden richtig knusprig und mit den beiden getrennt regelbaren Zonen kann man jederzeit die Hitze reduzieren. So macht Grillen richtig viel Spaß. Aber ist das noch Grillen? Naja, ein wenig erinnert das Arbeiten mit dem Plancha schon an das Arbeiten mit einer (richtig guten) Pfanne, aber  ich würde sagen, es liegt irgendwo zwischen „klassischem“ Grillen und Braten. So oder so machen die Ergebnisse Lust auf mehr und ich könnte mir durchaus vorstellen, dass man eine Outdoor Kitchen mit dem Plancha als einzige Hitzequelle ausstattet. Wirklich toll!

Ihr meint vielleicht, Grillen wäre ungesund? Fett, das auf Kohle tropft? Dann ist der Plancha vielleicht etwas für Euch! Er verfügt auf der hinteren Seite über eine Fettrinne. So etwas kennt man vielleicht von großen Grillstationen oder von der Würstelbude, wo überschüssiges oder altes Fett einfach nach hinten geschoben werden kann. Das bringt mich auch schon zu einem wichtigen Accessoire zu dem Grill: Der Grillspatel. Mit diesem Zubehör kann man nicht nur das Grillgut wenden und bewegen, sondern darüber hinaus auch besagtes Altfett in Richtung Rinne kratzen.

Das Fazit

Ich kann meine Begeisterung für dieses tolle Grillgerät nur schwer zurückhalten. Sicherlich ist der Plancha nicht unbedingt der günstigste Grill, den man kaufen kann, aber die Verarbeitung und die Performance sind durch und durch solide, sodass ich mir vorstellen kann, dass man viele Jahre seinen Spaß damit hat. Wir werden euch auf jeden Fall in nächster Zeit mit unserem neuen Plancha mit vielen, leckeren Grillrezepten versorgen!
Hier kommt ihr übrigens direkt auf die Seite von Verycook.

Das in diesem Artikel vorgestellte Produkt wurde uns kostenlos zur Verfügung gestellt.(Sponsored Post)

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