Einer für Alles

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„Zwei Lesebändchen sind nicht genug.“


Wenn ich das erste Mal ein Kochbuch in die Hand nehme, liegen meine kleinen Post-Its immer schon bereit. Sehr klischeehaft, zählt nämlich auch bei mir der erste Eindruck. Und wenn ich mir das 208 Seiten starke Buch mit dem unverkennbaren lila Topf auf dem Cover so ansehe, dann sind zu den beiden Lesebändchen nochmals 10 Post-Its dazugekommen, was bei 80 Rezepten doch eine ordentliche Auswahl ist.

Der erste Blick geht gleich mal zum Register — und wer die Autorin Katharina Seiser kennt, weiß, dass dies das heimliche Herzstück des Buches ist.  Habt ihr euch schonmal überlegt, wieviel Arbeit ein ordentliches Register macht? Damit man eben nicht ewig nach einem Rezept suchen muss, sondern mit einem schnellen Blick zielgerichtet durch das Buch navigiert. Zum besseren Überblick gibt es neben dem Register übrigens auch kleine Piktogramme bei jedem Rezept. Dort finden sich dann in hübsch gestalteter Form Angaben bezüglich Topfgrösse, vegan oder vegetarisch sowie eine Angabe, zu welcher Jahreszeit dies Rezept gekocht werden kann/darf/muss/sollte. Zu welcher Jahreszeit? Genau das gefällt mir besonders gut, denn man darf eben nicht davon ausgehen, dass man jedes Gemüse oder Obst immer und zu jeder Jahreszeit bekommt.

Blättern wir einmal durch das Buch, welches verspricht, alle enthaltenen Rezepte in einem Topf kochen zu können.

Hier kann das Kochbuch „Einer für Alles“ direkt beim Brandstätter Verlag bestellt werden.

Mit einem Topf ist natürlich nicht igendeiner gemeint, sondern der wunderbare Aromapot von Riess. Als Herausgeber des Buchs ist Julian Riess, einer der drei Leiter der Firma Riess, ein nie müder Botschafter der Vorteile von Emailgeschirr in der Küche. Bene und ich sind ja — und das nicht erst, seitdem wir dieses Buch kennen — bekennende Riess-Fans und haben da zufällig den passenden Topf zu Hause. Wir lieben ihn, wir kochen wirklich viel damit und können nur bestätigen, dass Kochen mit Emailgeschirr so einige Vorteile mit sich bringt. Allerdings muss man fairerweise auch sagen, dass der schöne weiße Topf auch sehr anfällig für Schläge und unachtsamen Umgang ist und schnell mal am Rand etwas absplittert. Wenn man mit der Anschaffung von Emailgeschirr liebäugelt, sollte man also am besten die Studenten-WG schon hinter sich gelassen haben. Ein Edelstahltopf ist da natürlich im Vergleich nahezu „unkaputtbar“ Trotzdem: Lernt man das Kochen mit Emailtöpfen einmal richtig kennen, will man die Vorteile nicht mehr missen: direkte Hitzeübertragung von der Herdstelle, einfache Reinigung und auch, wenn mal etwas anbrennt, kriegt man den Topf problemlos wieder sauber. Riess ist übrigens eine österreichische Marke, welche die Aromapots ressourcenschonend herstellt, denn Email Geschirr ist auch noch zu 100% recyclebar. Was uns aber besonders gefällt — man kann es im Ofen gebrauchen, am Gasherd, am Cerankochfeld und am Induktionsherd.

Nur wie ist das jetzt mit den „Einer für Alles“-Rezepten?
Das wollten wir auch wissen und haben gleich mehrere unterschiedliche Gerichte nachgekocht. Und diesmal wirklich 1:1. Glaubt mir, nach einem Rezept sooo genau zu kochen wie in diesem Fall, das hab ich schon seit Jahren nicht mehr gemacht. Ein wenig Improvisation hier, eine etwas andere Menge dort — diesmal (fast) nicht! Was uns dabei aufgefallen ist? Es sind durch die Bank tolle, leichte Rezepte mit viel Gemüse, Fleisch findet sich jedoch auch immer wieder.  Was man allerdings erwähnen sollte ist, dass bei vielen Gerichten der Topf zwischendurch geleert werden muss, da man mehrere Komponenten vorbereiten soll — mit eben nur einem Topf. Das ganze war mir dann zu umständlich und ich habe einen zweiten Topf zur Hilfe genommen. Da wird zum Beispiel der Spargel erst im Topf blanchiert, anschließend die Zwiebeln darin angebraten — dazwischen sollte man ihn jedoch einmal kurz ausspülen und sauber machen. Das ganze geht natürliche parallel mit zwei Töpfen weit aus einfacher und schneller — aber das ist ja nicht die Idee hinter dem Buch.

Und nachdem das Kochbuch nicht nur voll mit tollen und vielfältigen Rezepten ist, sondern es sich ja um „den einen Topf“ handelt, findet man natürlich auch einige Erklärungen über Riess und das Emailgeschirr — wirklich sehr ansehnlich aufgemacht, nicht zu viel Text, aber gute Infos und Tipps.

Die Rezepte stammen übrigens vom Co-Autor Meinrad Neunkirchner, welcher im Gasthaus Freyenstein in Wien sein zu Hause hat.
So, und bevor es jetzt ran an den Topf geht, muss ich natürlich auch noch Miriam Strobach von Le Foodink erwähnen, die wieder einmal eine großartige grafische Gestaltung abgeliefert hat. Miriam und Katharina sind ja eh schon ein eingeschworenes Team, wenn es um die Zusammenarbeit an Kochbüchern geht, denn auch die vegetarische Kochbuchreihe oder das neue vegane Kochbuch wurden von den beiden Damen gemeinsam auf die Beine gestellt.

Wir dachten uns, ihr sollt euch selber eine Meinung zu den Rezepten bilden und werden euch somit insgesamt 3 Rezepte im Laufe der kommenden 3 Wochen aus dem Buch vorstellen.
Mit welchem starten wir? Mit einem wärmenden Kartoffel-Topinambur-Gulasch, das eigentlich als vegan im Buch gekennzeichnet ist.
Tja, da hat Bene dann doch sein Veto eingelegt — und wir haben schleunigst ein wenig Speck drunter geschmuggelt. Haha. Also so ganz 1:1 dann doch nicht… Hier das nicht vegane Rezept — ansonsten bitte einfach den Speck weglassen.

Kartoffel-Topinambur-Gulasch mit Champignons


Zutaten für 4 Personen

3 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
1/2 EL getrockneter Majoran
1/2 EL Kümmel
3 EL Rapsöl
1/2 TL Tomatenmark
1 TL edelsüsser Paprika (Pulver, Anmerkung)
1,5 l Gemüsefond Salz
12 kleine Kartoffeln
12 kleine Topinamburen
200 g Champignons
150 g Frühstücksspeck, gewürfelt


Ein Tipp: laut Rezept werden 500 ml Gemüsefond verwendet — das war bei uns auf die angegebene Menge Kartoffeln und Topinambur zu wenig und wir haben auf 1,5 l bei einer Menge für 4 Personen erhöht. 

Zwiebeln schälen und klein schneiden, Knoblauchzehen schälen und hacken. Majoran und Kümmel gemeinsam hacken. Zwiebeln im Topf in Rapsöl langsam goldbraun rösten. Knoblauch und gewürfelten Speck beifügen. Majoran, Kümmel und Tomatenmark dazugeben, kurz durchrösten.
Paprikapulver beifügen. Sofort mit dem Gemüsefond auffüllen, salzen. Einmal aufkochen. Ca. 15—20 Minuten köcheln lassen. Gulaschsaft mit dem Mixstab mixen. Nach Wunsch passieren (braucht man nicht, Anm. v. Toni). Vom Herd nehmen.

Kartoffeln schälen, je nach Größe halbieren (wir haben sie geviertelt, Anm. v. Toni), Topinamburen waschen. (Auch diese haben wir grob gewürfelt, Anm. v. Toni). Gulaschsaft im Topf aufkochen. Kartoffeln und Topinamburen beifügen. Ca. 30 Minuten bei niedriger Hitze weich kochen. Geputzte Champignons beifügen, einmal aufkochen, abschmecken. Gulasch anrichteten, mit frischen Kräutern garnieren (z.B. Majoran, Anmerkung).

Empfohlenes Getränk: Bier 

   Das wollen wir gern noch präzisieren (Bene, übernehmen Sie):
Zu dem würzig-schmutzigen Gulasch mit seiner intensiven Gewürzmischung würde ich (Bene) am ehesten entweder ein leicht gehopftes Wiener Helles (z.B. Brooklyn Brewery Lager oder Thornbridge Vienna Lager) oder, wer es etwas vollmundiger mag, einen dunklen Weizen-Doppelbock (Schneider Weiße Tap 5) empfehlen. Die malzige Frische im Wiener Lager gibt dem Gulasch eine frische Abrundung, während sich die Aromen vom Weizen eher integrieren und eine bananig-süßliche Fruchtnote hinzufügen.

Die in diesem Artikel vorgestellten Produkte wurde uns kostenlos zur Verfügung gestellt. (Sponsored Post)

 

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