Halloween Hot Dog

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Der gruselig-saisonale Halloween Hot Dog mit selbst gemachter Wurst


Wer uns schon länger folgt weiß, dass wir uns das Thema „Wurst selber machen“ groß auf die Fahnen geschrieben haben. Nebst unseren beliebten Wurst-Kursen gibt es auch privat (fast) nur noch selbst gemachte Würste. Aber nicht nur das richtige Fleisch sowie ein paar Tipps & Tricks in der Zubereitung, sondern auch der richtige Darm ist sehr wichtig. Und genau darum geht es in unserem heutigen Artikel: Die Därme. Immer wieder werden wir in unseren Kursen gefragt, welche Därme wir verwenden und ob wir mal einen Artikel über das Wursten zu Hause verfassen könnten. Heute ist es soweit. Am Ende des Artikels gibt es dann noch ein super einfaches Rezept für selbst gemachte Schweinsbratwürste und unsere gruselig-leckeren Halloween Hot Dogs!

Der Naturdarm

Wer gebündelt Informationen zum Thema Naturdarm sucht, wird beim Zentralverband Naturdarm fündig. Nebst Fakten für Profis und Genießer findet ihr hier auch viele tolle Rezepte rund um die Wurst. Der größte Vorteil, wenn man Wurst selbst macht ist, dass man die absolute Kontrolle darüber hat, was wirklich in der Wurst ist. Fleisch vom Fleischer des Vertrauens (oder beim Jäger auch der eigene Abschuss), Gewürze nach eigenem Geschmack und der bestmögliche Darm: Naturdarm. Es würde nämlich der Idee der Wurst unserer Meinung nach widersprechen, wenn man selbst Wurst macht und diese dann in einen Plastikdarm packt. Aber auch wenn man die Wurst fertig beim Fleischer kauft, sollte man unserer Meinung darauf achten, dass Naturdärme verwendet wurden.

Einige Fakten wollen wir uns jetzt gemeinsam mit euch anschauen:

Vorteil von Naturdarm
– Naturdärme sind Luftdurchlässig, die Wurst kann atmen und reift besonders gut. Gerade beim Räuchern oder bei Salami und anderer Rohwurst ein großer Pluspunkt
– Naturdärme sind Umweltfreundlich. Sie sind ein „Nebenprodukt“ der Schlachtung und nicht nur in Zeiten der „From Nose to Tail“-Idee finden wir es ausgezeichnet, wenn auch wirklich alles vom Tier verwertet wird. Sowohl die Reinigung der Därme als auch die Konservierung (mit Salz) erfolgen übrigens ohne chemische Zusätze.

– Nur mit Naturdärmen erhaltet ihr den beliebten „Knackeffekt“ bei einer Wurst

Wie erkennt man, ob die Wurst im Naturdarm steckt?
– Naturdärme haben eine feine, faserige Struktur, die bei jeder Wurst etwas anders aussieht
– Die Enden einer Wurst im Naturdarm sind abgerundet

– Bei abgepackten Würsten muss die Bezeichnung „Naturdarm“ oder „Saitling“ angegeben sein, einfach beim Fleischer nachfragen

Welche Därme von welchen Tieren nehme ich für welche Wurst?

Eine Info vorweg: Bei Schwein und Rind heißt es Darm, beim Schaf sagt man dazu Saitling. Generell richtet sich die Wahl des Darms vor allem nach der gewünschten Dicke der Wurst. Schafs-Saitlinge sind um einiges dünner als Schweinedärme. Eine gute Übersicht hierzu findet ihr aber hier.

Was muss man bei der Verwendung von Naturdärmen beachten?

Naturdärme werden immer gesalzen gelagert. Hier gibt es den Unterschied zwischen „getrocknet und gesalzen“ oder „gewässert und gesalzen“. Ersteres seht ihr auf unserem Foto. Beides ist gleich lang haltbar und wird meist vakuumiert gelagert. Bei den getrockneten Därmen muss man vor dem Wursten daran denken, diese 24 Stunden vor Gebrauch gut zu wässern und 24 Stunden in Wasser einzulegen, damit sie geschmeidig und „füllfähig“ werden. Generell müssen alle Därme vor dem Gebrauch nochmals gut abgespült werden, da sonst zu viel Salz in der Wurst landet.

Wie Lagert man den Naturdarm zu Hause?
Wenn nach dem Wursten etwas Naturdarm übrig bleibt, kann man diesen ohne Probleme bis zum nächsten Wursten lagern. Wir empfehlen, den Darm in 60% Salzwasser (normales Speisesalz + Wasser) einzulegen und gut verschlossen (z.B. in einem Weckglas) im Kühlschrank zu lagern. So sind 6 Monate kein Problem. Alternativ kann man den Darm wieder trocknen, gut einsalzen und einfach einfrieren. So kann man ihn sogar bis zu einem Jahr lagern.

Wurst selber machen

Wurst selbst machen ist wirklich einfacher als man es sich vorstellt. Neben dem richtigen Naturdarm braucht man Fleisch in guter Qualität, Gewürze und einen Fleischwolf mit Füllaufsatz. Über den Fleischwolf hatten wir hier schon mal berichtet. Er ist relativ preiswert, robust gebaut und unsere Höchstleistung waren 600 Würste in 2 Stunden! Also fast schon Profi-like!

 

Ein sehr wichtiger Punkt betrifft die Lagerung der selbst gemachten Würste: Da wir kein Pökelsalz zum Haltbarmachen verwenden, muss die Wurst innerhalb von 24 Stunden gegessen werden. Anderenfalls bitte unbedingt zur Lagerung einfrieren und kurz vor dem Verzehr auftauen! Während der Lagerung im Kühlschrank (dies betrifft jede Wurst und jedes Fleisch) bitte unbedingt immer „offen“ und niemals zugedeckt in den Kühlschrank legen, und schon gar nicht in eine geschlossene Box. Hier könnte sich sonst relativ schnell das sogenannte Bakterium Clostridium botulinum entwickeln, welches unter Umständen (nicht immer, aber auch nicht auszuschließen!) zu einer Fleischvergiftung führen kann.

Aber heute erzählen wir euch, wie man einfache Schweinsbratwürste selber macht. Der Zentralverband Naturdarm hat hierzu auch ein cooles Video gemacht, in welchem ihr nochmal Step-by-Step die Wurstproduktion zu Hause seht:

 

Halloween Hot Dogs



Zutaten für 10 Stück

Die Schweinsbratwurst
2 m engen Schweinedarm, natur
500 g Schweinefleisch, z.B. Nacken
200 g roher Schweinespeck („grüner Speck“)
9 g Salz
1 EL Pfefferkörner, schwarz
1 EL Wacholderbeeren
1 Msp. Cayennepfeffer
100 g Kürbiskerne
Fleischwolf inkl. Füllaufsatz, siehe z.B. hier

Der Hot Dog
500 g Weizenmehl
20 g Germ
150 ml Milch, lauwarm
1 EL weißer Zucker
1 TL Salz
40 g weiche Butter
100 ml Kürbiskernöl
1 Ei

Das Topping
200 g Röstzwiebeln
250 ml Sauerrahm
10 kleine Essiggurken
100 g würziger Gorgonzola
3 EL Kürbiskerne 

Schweinsbratwurst selber machen

Wir empfehlen, die Wurst mindestens 5 Stunden vor Verwendung zuzubereiten, ein wenig Ruhezeit zwischen Produktion und Verwertung tut gut. Der Naturdarm (wie haben ihn gewässert und gesalzen gekauft) in klarem Wasser mehrmals ausspülen, damit das Salz gut weg geht.
Das Schweinefleisch und den Speck würfeln (2 x 2 cm), in eine Schüssel geben und für 30 Minuten einfrieren.
Salz, Pfefferkörner, Cayennepfeffer und Kürbiskerne in einem Mörser oder Mixer zu einer Gewürzmischung verarbeiten.

Das gröbste Sieb auf den Fleischwolf geben und die angefrorenen Fleisch- und Speckwürfel einmal durch den Fleischwolf jagen, sodass ein grobes Faschiertes entsteht. Die vorbereitete Gewürzmischung unterheben. Das gröbste Sieb am Fleischwolf durch das dünnste austauschen und das gewürzte Faschierte nochmals wolfen.
Anschließend abschmecken. Es sollte geschmacklich etwas Salz fehlen, denn da der Naturdarm gesalzen war, kommt hier nochmals ein kleiner Anteil Salz dazu.

Den gewässerten Darm auf die Fülltülle des Fleischwolfs aufziehen und das gewürzte Faschierte in die Maschine geben. Den Anfang des Darms nicht zuknoten, da zu Beginn etwas Luft in den Darm kommen wird. Den Darm nicht zu fest, jedoch gleichmäßig und an einem Stück füllen, sodass eine lange Wurst entsteht. Anschließend Würste von ca. 12 cm Länge abdrehen. Mit einem Zahnstocher jede Wurst rundum etwas einstechen. Die Wurstkette in einen Gefrierbeutel geben und für 5 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

Haltbarkeit der Würste: gekühlt 24 Stunden, eingefroren 2 Monate

Hot Dog Brötchen selber backen

Den Germ vorab in etwas lauwarmem Wasser auflösen. Das Mehl in eine Rührschüssel geben, Germ, lauwarme Milch und Zucker dazugeben. Grob umrühren und für 60 Minuten zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen. Anschließend Salz, weiche Butter und Kürbiskernöl untermischen und zu einem homogenen Teig kneten. Sollte der Teig zu pappig sein, noch etwas mehr Mehl unterheben.

Den Backofen auf 160°C (Umluft) vorheizen. Den Teig in 10 Portionen teilen, zu Kugeln formen und nochmals 15 Minuten abgedeckt ruhen lassen. Anschließend mit einem Nudelholz platt ausrollen, die Länge des Teigfladens sollte ca. 13 cm betragen (damit unsere 12cm lange Schweinsbratwurst perfekt rein passt), die Breite ungefähr 8–10 cm. Von der langen Seite her den Teig so eng wie möglich aufgerollt und mit etwas Abstand zueinander mit der „Nahtstelle“ nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Abdecken und nochmals 15 Minuten ruhen lassen. Das  Eigelb mit 2 EL Wasser verquirlen und mit einem Pinsel die Oberseite der Brötchen einstreichen. Im vorgeheizten Backofen für 15–17 Minuten goldbraun backen, anschließend abkühlen lassen.

Der Halloween Hot Dog

Wenn nicht zu Halloween, wann dann können wir unser Dekoherz ausleben? Eben, deswegen haben wir unseren Hot Dogs ganz Halloween-Like ein Gruselgesicht verpasst. Mit Röstzwiebeln, Essiggurken, Mais, Ketchup und Gorgonzola werden eure Hot Dogs schön schaurig! Unter jeder Wurst befindet sich übrigens noch ein klecks Sauerrahm.
Bitte beim Anbraten der Würste auf niedrige Stufe gehen und diese langsam garen, erst am Schluss die Hitze kurz aufdrehen, damit sie schön kross werden.
Happy Halloween!

In freundlicher Zusammenarbeit mit www.naturdarm.de entstanden. (Sponsored Post)

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