Bibimbap mit Bärlauch-Kimchi

InFrühling | 03-05, Rezepte
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Zugegeben, ein schnelles Essen ist das selbst gemachte Bibimbap nicht. Ganz wie es in Korea typisch ist, kommen nicht nur in die „Bowl“ viele Zutaten, sondern auch der ganze Tisch wird noch mit Toppings, Saucen und co. gedeckt. Aber: nehmt euch mal die Zeit (ca. 1 Stunde) und kocht es – vielleicht auch direkt gemeinsam mit euren Freunden!

Natürlich kann man auch Kimchi fertig kaufen – machen wir aber nicht! Bene hat bei einem Spaziergang auf der Jubiläumswarte den ersten, frischen Bärlauch geerntet und direkt eine Koreanisch-Österreichische Version des Kimchis selbst gemacht! Wer Kimchi machen möchte sollte einplanen, dass man erst nach frühestens 7 Tagen den fertigen – noch jungen, knackigen – Kimchi im Glas hat. Außerdem braucht man auf jeden Fall einen sogenannten „Gärtopf“. Diese sind meistens aus Ton und haben oben am Deckel einen breiten Rand in welchen Wasser gegossen wird. Die Töpfe kosten nicht sehr viel und sind – wer gerne und oft selbst Fermentiertes machen möchte – auf jeden Fall eine Anschaffung wert. Wir haben zu Hause einen 5L-Topf, der meiner Meinung nach von der Größe her perfekt ist.

Bärlauch – Kimchi selber machen


Zutaten für 5L Gärtopf

2 Handvoll frischer Bärlauch
2 Stk. Chinakohl
200 ml Samba Olek
2 EL Salz
4 EL Essig
etwas Wasser


Für die Marinade Sama Olek, Salz, Essig und etwas Wasser in einer Schüssel gemeinsam aufrühren. Den Bärlauch sehr gut waschen und in kochendem Wasser kurz blanchieren, anschließend im Eiswasser abschrecken und etwas trocken tupfen.
Bärlauch hacken und mit der Marinade vermischen, bei Seite stellen.

Den Gärtopf sehr gut reinigen (mit Essig und heißem Wasser) – damit auch keine ungewollten Bakterien unseren Kimchi später stören. Immer jeweils ein ganzes Blatt Chinakohl mit der Bärlauch-Marinade einreiben (wir haben das mit den Fingern gemacht, aber dabei Handschuhe getragen – nicht nur wegen dem scharfen Samba Olek ). Die eingeriebenen Blätter sehr eng und fest übereinander in den Gärtopf schichten bis er ganz voll ist. Den Breiten Rand des Gärtopfes mit Wasser anfüllen, den Deckel zum Beschweren oben auf setzen und das ganze für 4-6 Tage bei Zimmertemperatur gären lassen.

Anschließend kann man das fertige Kimchi in große Weckgläser abfüllen und unbedingt im Kühlschrank lagern. Je länger ihr ihn ab dann im Kühlschrank stehen lasst, desto intensiver wird der Geschmack!

Bibimbap – der koreanische Klassiker


Zutaten für 4 Personen

4 Eier
1 Tasse koreanischer Reis
1 Salatgurke
6 Karotten
300 g Rindsfaschiertes
100 ml Gochujang (Pfefferonipaste)
1 EL Essig
1 EL Sojasauce
etwas Wasser
2 Handvoll getrockneter Seetang
selbst gemachtes Kimchi
3 EL Sesamkörner


Die Eier kann man entweder wachsweich kochen oder – so wie wir – Stundeneier machen. Hierfür werden die eier bei 64°C für 60 Minuten Sous Vide gegart (geht entweder in einem Dampfgarer mit Sous Vide Funktion oder mit Hilfe eins Sous Vide Stabs).

Den Reis gemeinsam mit 1 1/2 Tassen Wasser aufkochen und solange auf mittlerer Stufe köcheln lassen, bis er al dente ist. Die Gurke und die Karotten waschen und in Stifte schneiden. Die Gurke etwas Salzen und 1 Stunde stehen lassen; in dieser Zeit wird ihr etwas an Wasser entzogen. Die Karottenstifte im Sesamöl kurz anschwitzen, anschließend bei Seite stellen. In der selben Pfanne das Faschierte anbraten und solange erhitzen, bis das Fleisch gar ist. 2 EL der Gochujang – Paste (bekommt man in gut sortierten Asialäden) unterrühren, leicht salzen und vom Herd nehmen.

Die restliche rote Paste mit dem Essig, der Sojasauce und etwas Wasser verrühren und in ein kleines Schälchen füllen – das gibt man später gemeinsam mit dem Bibimbap auf dem Tisch, zum nachschärfen.

Zum Anrichten große Schüsseln nehmen und nebeneinander alle Zutaten hinein geben. Den Seetang mit Hilfe einer Schere etwas zerkleinern und gemeinsam mit dem Sesam über die einzelnen Zutaten streuen. 

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