Der Grundlsee

InAuswärts Essen, Reisen, Stories
Weiterlesen

Urlaub im wunderschönen Österreich


Gerade in den Sommermonaten muss man garnicht weit weg reisen – ein Blick in die anderen Bundesländer in Österreich verspricht einiges zu entdecken! Anfang Mai waren wir gemeinsam mit unseren Freunden Sonja und Oli das erste mal an den Grundlsee eingeladen und müssen euch unbedingt davon berichten! Nicht nur, dass die Landschaft dort grandios und man in knappen 3 Stunden von Wien aus am Ziel ist, auch Kulinarisch hat man einiges zu tun! Was für uns natürlich besonders wichtig ist: Reisen mit Hund ist in Österreich sehr einfach und Emil ist ein immer gern gesehener Gast! So auch an diesem Wochenende, aber lest selbst:

Das Seehotel Grundlsee

Das Seehotel Grundlsee, welches 2005 generalsaniert wurde und in einem tollen Mix aus Tradition (Holzbauweise) und Moderne (Schickes Interior Design) daher kommt, liegt wirklich direkt am Grundlsee. Schon wenn man ankommt wird man mit einem Lächeln begrüßt! Das Team rund um Gastgeberin Michaela Reiter und Küchenchef Matthias Schütz wissen, wie sie den Gästen einen tollen Urlaub bieten! Übrigens: Direkt wenn man durch den Haupteingang kommt stehen schon zwei Hundenäpfe mit Wasser bereit. Pluspunkt von uns!

Das Seehotel fällt unter die Kategorie „Boutique Hotel“, hat insgesamt 17 Zimmer und bietet eine familiäre Atmosphäre in sehr modernem Design. Fast alle Zimmer haben direkten Blick auf den See, was wirklich grandios ist, wenn man in der Früh aufwacht! Unser Doppelzimmer war die Kategorie „Grundlsee“ (eine von 4 Kategorien) in welcher man sogar eine freistehende Badewanne im Zimmer hat. Die wurde übrigens nach einer sehr langen Wanderung direkt getestet und für sehr cool befunden! Als wir auf unser Zimmer gekommen sind haben wir sofort gemerkt, dass hier Hunde nicht nur erlaubt sondern wirklich herzlich willkommen sind. Da stand doch direkt ein Napf und eine Decke für Emil bereit!

Und dann erst das Frühstück! Bitte wie toll war das denn! Nebst einem regionalen Buffet (Brote, Gebäck, Käseauswahl – sehr toll! – Schinken, Müsli, Obst und co.) bekommt jeder Gast eine Etagere mit frischem Gemüsesaft, Porridge oder Birchermüsli, Obst und Frischkäse auf den Tisch und kann zusätzlich noch aus einer kleiner Karte Add-Ons bestellen. Wie zum Beispiel Tatare vom Pinzgauer Rind, Gebeizter Saibling, Rührei, Omelette oder Ham&Eggs. Alles wunderbar!

Etagere mit Birchermüsli, Obst, Früchtetopfen und frisch gepresstem Gemüsesaft
Gebeizter Saibling
Tatare vom Pinzgauer Rind

Bei schönem Wetter kann man sich auch ein Frühstück auf der Plätt’n (ein traditionelles Holzschiff) buchen und während dem Frühstücken über den See schippern. Ziemlich cool!

Aber nicht nur das Frühstück kann sich sehen lassen, es gibt auch 7 Tage die Woche Mittagessen im hoteleigenen Restaurant. Und Dinner. Aber zum Dinner kommen wir weiter unten nochmal separat.
Mittags kann man – wenn das Wetter passt – auf der traumhaften Seeterrasse direkt am Hotel essen und den Blick über den Grundlsee schweifen lassen. Gesagt, getan! Wir haben uns nach unserer Ankunft erst einmal gestärkt und uns folgendes aus der Karte ausgesucht:

Kutteln vom Milchkalb & gerösteter Pulpo. Morchel. Paradeiser. Petersilienpolenta.
Geschmorte Schulter vom Milchlamm. Sauerrahmnockerl, Wurzelgemüse. Röstzwiebeln.
Tatare von der „Alten Kuh“. Schwarzer Knoblauch. Schwarzbrot. Grammelschmalz.
Tagliatelle in Bärlauchbutter. Getrockneter Paradeiser. Buchweizen. Parmesan.
Mohnnudel. Rhabarbersorbet. Waldviertler Mohn.

 

Das hauseigene Restaurant Seeplatz’l

Wir lieben es ja besonders, wenn man direkt im Hotel Abendessen kann und dann auch noch SO! Den ersten Nachmittag waren wir natürlich mit Emil unterwegs und haben uns die Umgebung vom Hotel angeschaut. Da ist es besonders angenehm wenn man nach einer heißen Dusche direkt im hoteleigenen Restaurant den Abend ausklingen lässt. Wobei essen hier das falsche Wort ist. Nennen wir es schlemmen! Im Restaurant Seeplatz’l zaubert Küchenchef Matthias Shütz mit Team kulinarisch Wunderbares auf die Teller. Gelernt hat er in der Wachau, danach hat es ihn unter anderem nach New York verschlagen bis er 2016 am Grundlsee sesshaft geworden ist. Hier legt er den Fokus komplett auf heimische Produkte, vor allem die Kräuterküche hat es ihm angetan. Der Küchenchef selbst geht nämlich direkt in der Umgebung des Hotels pflücken und sammeln und ergänzt die frischen Produkte mit Fisch und Fleisch von regionalen Produzenten. Wobei man das „regional“ hier nicht allzu eng sehen sollte, denn manchmal fährt er schon mal 200km nur um das beste Lamm zu bekommen! So cool! Wenn man ihn fragt, welche Küchenrichtungen seinen Stil beeinflussen wird es garnicht so einfach. Wir würden es so beschreiben: Fokus auf Kräuterküche mit österreichischen Produkten, asiatisch Angehaucht (Miso kommt oft für das gewisse Umami zum Einsatz). Das Produkt an sich soll im Fokus stehen, die Qualität schmeckbar sein.
Auch Mittags wird dies fokussiert, hier allerdings nicht ganz so modern sondern eher auf der traditionellen Richtung. Wobei: Die Kombi Kutteln + Oktopus war schon extrem geil!

Und da Geschmäcker ja bekanntlich verschieden sind, kann man Abends aus zwei großen Menüs (jeweils 6 Gänge) wählen, nur einzelne Gänge nehmen oder auch eine Abfolge (3, 4, 5 oder 6 Gänge) selbst zusammen stellen. So bekommt definitiv jeder genau das, was ihm schmeckt. Jetzt könnten wir natürlich auch noch auf den „from nose to tail“ – Ansatz eingehen, aber das sollen wir so garnicht, sagt Schütz. Denn für ihn ist es kein Trend, den er verfolgt, sondern selbstverständlich und wirtschaftlich notwendig, dass man das ganze Tier kauft und alle Stücke verwertet. Es kann nicht nur Filets geben und eigentlich gibt es da auch viel spannendere Teile des Tieres. JA! Denn spätestens seit die Sous Vide Garmethode in den Küchen dieser Welt Einzug gehalten hat, ist es – pardon – nicht mehr sehr schwer Filets und co. auf den Punkt zu garen. Die Herausforderung kommt bei den anderen Teilen!

Wir waren wirklich so begeistert, dass wir direkt an beiden Abenden bei ihm gegessen haben. Und ich würde sagen, wir lassen mal die Bilder für sich sprechen:

„Im Frühling“ – Menü

Das Gedeck:
Grissini. Eingelegter Kohlrabi. Sesamölcreme.
Das Gedeck:
Am Salzstein: Radieschen-Laimsamen-Aufstrich. Aufgeschlagene Nussbutter.
Gruss aus der Küche:
Bachforelle in Rote Rübe gebeizt. Wiesenkräuter. Sanddorn.
Wildfang Äsche
Gelierte Terrine von Äschenfilets mit gehobelter Entenleber. Sellerie. Blattspinat. Junge Rüben.
Bayrische Garnele
Glasierte Garnele mit Bisque & Bärlauchcremesuppe. Grünkern. Rettich. Verjus.
Salzkammergut Milchkalb
Geschmortes Schulterscherzl mit Kalbskopf & glasiertes Bries mit Purple Curry. Erdäpfel. grüner Spargel. Limette.
Kokosblüten Nougat
Andrasyschnitte vom Zotternougat. Passionsfrucht. Gurken-Buttereis. Dille.

„Am Seeplatz’l“ – Menü (Gedeck und Gruss aus der Küche wie oben)

Lachsforelle
Mit Kren und grünem Apfel gebeiztes Filet & Tatare. Weißer Spargel. Avocado. Geräuchertes Olivenöl.
Süßwasserfische
Consommé von Süßwasserfischen mit Kohlrabi, Wachauer Safran & Dille. Petersilienwurzel-Ravioli. Marillenkerne. Quittenessig.
Alp-Saibling
In Nussbitter sanft gegartes Filet mit Salzzitrone & Haselnüssen. Junge Erbsen. Morchel. Kokos.
Burgenländische Taube
Confierte & glasierte Brust & geschmortes Haxer’l mit Olivenbuchtel. Grüne Bohnen. Topinambur. Rote Paprika.
Rohmilchkäse von Maitre Fromager Affineur Antony
Auswahl an affinierten & gereiften Rohmilchkäse. Zwetschke. Malzbrot.

Special-Menü am zweiten Abend

Hohl ausgelöster Hecht mit Kräuter-Erdäpfel-Bärlauch-Füllung.
Klassischer Rhabarberkuchen mit Baiserhaube und Rhabarbereis
Eingelegter Rhabarber und gelierter Rhabarber mit Limettenjoghurt und Sauerkleeeis.

 

Die Drei-Seen-Tour

Am Samstag ging es für uns auf Erlebnistour. Wir haben uns gemeinsam mit Sonja und Oli aufgemacht auf die „Drei-Seen-Tour“. Wer uns auf Instagram gefolgt ist hat hier auch ganz viele Live-Stories gesehen und schon erste Eindrücke bekommen. Aber kommen wir erst einmal zu einigen Fakten:

  • Die Drei Seen Tour geht über die drei Seen des steirischen Salzkammerguts. Diese sind: Grundlsee, Toplitzsee und Kammersee.
  • Der Grundlsee ist ein Alpensee und ist mit einer Größe von 4,22km2 der größte See der Steiermark
  • Der Grundlsee hat Trinkwasserqualität und läd in den Sommermonaten zum Baden ein
  • Der Toplitzsee wird von zwei Wasserfällen sowie unterirdisch vom Kammersee gespeist
  • Der Toplitzsee ist an der tiefsten Stelle 100m tief und besteht aus Süß- und Salzwasser, welches sich nicht vermischt. Fischpopulation gibt es allerdings nur im Süßwasserbereich, da das tiefer gelegene Salzwasser nicht ausreichend Sauerstoff hat.
  • Der Kammersee ist ein gerade einmal 300 m kurzer Gebirgssee und der Ursprung der Traun
  • Man kann ihn nur über den Toplitzsee mit einer Plätte erreichen

Gestartet wird direkt neben dem Hotel, dort ist der Bootsanleger für die Tour über den Grundlsee. Bucht am besten direkt die Seentour (Hunde dürfen auch mit!) und schaut, dass es an dem Tag nicht regnet, dann könnt ihr auf dem Deck die Schiffahrt über den See genießen. Wenn man nach einer 40-minütigen Fahrt über den Grundlsee ankommt, heisst es „zu Fuß weiter“.

Von hier aus spaziert man durch wunderschönste Landschaft immer dem Bach entlang und kommt nach ca. 30 Minuten (oder wie wir nach 60 Minuten – die Instagram-Stories waren schuld!) am Toplitzsee an.

Hier gibt es auch eine kleine Jausenstation, bei der man sich erfrischen kann. Und hier warten die traditionellen Plätten (Holzboote) um euch quer über den Toplitzsee zu fahren.

Am anderen Ufer angekommen führt ein toller Weg vorbei an Wasserfällen bis zum Kammersee. Übrigens ist hier auch der Ursprung der Traun! An diesem kleinen Gebirgssee genießt man für einige Minuten absolute Stille bevor es in der Plätten wieder retour geht.
Gerade mit Hund ein super Ausflug, da die Mischung aus Spazierengehen und Bootfahren sehr angenehm ist. Kapitän Emil liebt Bootfahren ja total!

Jeder – und das ist mein voller Ernst – jeder der am Grundlsee urlaubt macht sollte diese Tour machen! Es ist so cool! Wir werden noch lange davon erzählen.

Die Jausenstation Seewise am Altauseer See

Am letzten Tag haben wir den Grundlsee verlassen und sind zum nahe gelegenen Altauseer See aufgebrochen. Mit dem Auto sind das gerade einmal 15 Minuten. Der Alpensee liegt im Naturschutzgebiet Altausee und ist wie auch der Grundlsee umrahmt von Bergen. Am einen Ende des Sees liegt Altaussee und hier parken wir auch mit dem Auto, denn es geht zu Fuß einmal um den See! Da die Ufer so gut wie unverbaut sind, gibt es direkt am Wasser einen Rundweg (7,4 km) um den See, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Nach der Hälfte (wir haben 1 Stunde gebraucht, die gesamte Umrundung haben wir in 2 1/2 Stunden geschafft) kommt man am hinteren Ende des Sees, der sogenannten Seewiese an.

Auf dieser Seewiese wurde dieses Jahr eine aus den 60er Jahren stammende Gastwirtschaft reaktiviert und im örtlichen Stil (Holz) neu errichtet. Hier am Ostufer des Sees ist seit Anfang Mai die Seewiese Altausee sesshaft, eine Jausenstation und Schwesternbetrieb des Seehotel Grundlsee. Hier kann man von April bis Ende Oktober Donnerstag bis Sonntag (in den Sommermonaten Juli und August schon ab Mittwoch) einkehren und es sich gut gehen lassen! Als klassische Jausenstation gibt es natürlich eine große Auswahl an kalten Speisen aber auch 3 warme Gerichte und Tagesteller. Auf insgesamt 104 Sitzplätzen, davon 64 draußen hat man einen wunderschönen Blick über den See, geschützt unter großen Kastanien genießt man ein kühles Getränk und köstliche Speisen. Absolutes Highlight: Wir haben hier mit den besten (!) Kaiserschmarrn ever gegessen!
Unser Tipp: Reserviert am besten einen Tisch – die Seewiese ist zu recht ganz schön angesagt im Moment!

Vielen Dank für das schöne Wochenende an das Seehotel Grundlsee, die Jausenstation Seewiese Altausee und PR.com für die Einladung an den Grundlsee. Wir kommen bestimmt ganz bald wieder.
Diese Reise erfolgte auf Einladung (Pressereise / Werbung).

MerkenMerken

Schreibe einen Kommentar