Reisen mit Hund

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Seit wir unseren Herzenshund Emil haben folgt er uns natürlich auf Schritt und Tritt. Dass man mit Hund nicht mehr flexibel ist und auch das Reisen mühsam wird, das stimmt in unseren Augen so nicht und genau deswegen schreiben wir heute mal einen Non-Food Beitrag zum Thema „Auf Reisen mit Hund“.

Generelle Information

Das Wichtigste innerhalb der EU ist, dass ihr eine gültige Tollwutimpfung habt. Ohne diese dürft ihr – und das ist auch gut so – nicht in andere Länder einreisen. Die erste Tollwutimpfung wird frühestens mit 16 Wochen gemacht, aber Achtung: Nach der ersten Impfung muss man noch 3 Wochen warten bis diese „für die Ausreise gültig ist“. Im Folgejahr muss man diese Auffrischen, das sollte man nicht erst machen, wenn ein Jahr vergangen ist, denn sonst ist man wieder in dem 3-Wochen-Rhythmus gefangen. Aber das weiß euer Tierarzt und kann es euch noch genauer erklären. Generell würde ich euch empfehlen euch mindestens 3 Monate vor Reisebeginn bei eurem Tierarzt zu erkundigen, was im jeweiligen Land erforderlich ist.

Reisen in den Süden: Italien – Kroatien – Slowenien

Für die Einreise in diese Länder ist außer einem EU-Ausweis und einer gültigen Tollwut-Impfung nichts gesetzlich gefordert. Allerdings gibt es in diesen südlichen Ländern Herzwürmer und die nicht ungefährliche Leishmaniose. Diese Krankheiten werden von Sandmücken übertragen und können ganz schöne Schäden anrichten. Allerdings brauchen diese Mücken ein wirklich trockenes Klima, somit kommen die Krankheiten nur in ganz südlichen Ländern (unser Tierarzt meinte ab Mittelitalien) vor. Allerdings haben wir nun schon gehört, dass – ob dem Klimawandel – es langsam anfängt auch weiter nördlich in unsere Richtung zu wandern. Hier gilt: Lieber einmal zu viel mit dem Tierarzt drüber reden. Wir haben uns hier lange informiert und unser Tierarzt hatte uns folgendes geraten: Es gibt eine Impfung, diese hat allerdings erhebliche Nebenwirkungen und macht nur Sinn, wenn man z.B. regelmäßig in südliche Länder reist, unten ein Ferienhaus hat oder mehr wie 3 Wochen am Stück im Sommer dort verbringt. Wir haben Emil nicht geimpft (unser Tierarzt hatte uns abgeraten) sondern ihm kurz vor der Reise „Exspot“ (bekommt ihr beim Tierarzt) hinten in den Nacken gegeben. Das wirkt 4 Wochen und nicht nur gegen Zecken sondern auch gegen Mücken. Ist Chemie – aber in dem Fall wollten wir wirklich auf Nummer sicher gehen.
Aber wichtig ist, dass wenn man Abends in der Dämmerung draußen sitzt, man den Hund nach innen gibt. Nur während den 1-2 Stunden, während die Mücken fliegen. Wir haben zusätzlich noch ein Biologisches Spray gegen Mücken, welches wir ihm immer Nachmittags draufgegeben haben. Und siehe da – es war alles gut!

In Italien sollte man übrigens einen Maulkorb mitnehmen, es gibt einige kleine Städte und Stadtbereiche in welchen Hunde nur mit Maulkorb und an der Leine erlaubt sind. Kein Problem wenn man es weiß, man zahlt allerdings Strafe wenn man es missachtet.
Nach der Reise sollte man übrigens noch 5 Tage warten und den Hund dann entwurmen. Sehr wichtig!

Reisen in den Norden: Schweden

Für eine Reise in den Norden ist es nicht viel komplizierter, im Gegenteil, denn das Problem Herzwurm und Leishmaniose können wir hier getrost ausklammern. Mückenschutz solltet ihr dennoch mitnehmen, denn gerade in Schweden gibt es Monstermücken! Nebst gültigem EU-Ausweis und Tollwutimpfung muss man allerdings in Schweden den Hund bei der Einreise am Zoll melden. Kein Problem wenn man es weiß – nur vergessen sollte man dies nicht. Ausserdem herrscht in Schweden in den Sommermonaten Leinenpflicht (was bei unserem Racker wurscht ist, denn er ist eh immer an der Leine….Man würde nämlich stiften gehen, haha ).

Ihr seht – Emil hat schon so einiges miterlebt und dieses Jahr wird es besonders spannend, denn im Sommer sind wir gleich 4 Wochen unterwegs! Nebst Stops quer durch Deutschland ist ein Besuch auf Gotland und als Highlight auf einer Schereninsel vor Stockholm geplant! Wir werden euch natürlich live in Instagram berichten und bestimmt den ein oder anderen Artikel dazu schreiben!

Wie planen wir die Reise mit Hund, was muss mit?

Das Wichtigste ist, dass ihr einen EU-Impfpass ( der blaue ) für euren Hund habt. Sozusagen der Reisepass eures Hundes. Wir informieren uns immer vor der Reise, wo in der Gegend um unser Ziel ein Tierarzt wäre (man weiss ja nie und im Notfall kann man schnell reagieren), ansonsten ist das, was wirklich am meisten Platz wegnimmt, das Futter! Da wir nicht Barfen (Rohfütterung des Hundes) ist es schon etwas leichter, aber trotzdem kommt da Einiges zusammen: Man sollte Hunde nicht ständig einem Futterwechsel unterziehen, somit berechnen wir immer genau, wie lange wir weg sind und packen die dementsprechende Futtermenge gleich mal ein.
Darüber hinaus haben wir uns für die südlichen Länder ein kleines Hundeplanschbecken gekauft, Kostenpunkt ca. 25€, welches wir ihm dann immer mit kühlem Wasser aufgefüllt haben. Hunde schwitzen nämlich mit den Pfoten und gerade wenn es sehr heiß ist, sollte man nebst Trinkwasser dem Hund auch immer die Möglichkeit bieten, sich abzukühlen! Und wenn’s in Wien dann wieder heiß wird steht das Becken auf dem Balkon und man kann beobachten wie Emil mit Freude immer wieder reingeht und sich abkühlt.

Trinkwasser: Bitte achtet vor allem in Italien darauf, dass ihr eurem Hund kein gechlortes Leitungswasser gebt. Denn was für uns nicht gut ist, ist es für eure Fellnase auch nicht optimal. Das riecht ihr aber wenn das Wasser aus der Leitung kommt, bedenkt es nur!

Dann kommen noch Standard-Hausmittelchen wie zum Beispiel Heilerde mit. Heilerde ist extrem toll, wenn eure Hund Probleme mit der Verdauung bekommt (was im Urlaub schon mal vorkommen kann, denn so eine Reise ist ja auch immer etwas aufregend für den Organismus). Wenn das passiert geben wir Emil 1/2 TL Heilerde unter das Futter, über 2-3 Tage und alles ist wieder in Ordnung. Auch nehmen wir immer Kohletabletten mit (sollte unser Emil doch mal was sehr Gefärliches erwischen ist das die Schnell-Hilfe auf dem Weg zum Tierarzt) und Verbandszeug nebst Desinektionsmittel (braucht man meistens nicht, vermisst man aber in akuten Situationen, wenn man es nicht dabei hat.)

Werkzeug wie eine Zeckenzange, Kamm und Krallenschere nehmen wir immer mit, hier kommt es drauf an wie lange man auf Reisen ist.

Abkühlung schaffen übrigens nicht nur nasse Pfoten sondern auch kleine Tricks: Wenn man zum Beispiel Leberwurst oder Joghurt (Emil bevorzugt die Kombination Leberwurst + Joghurt haha!) in Eiswürfelformen füllt, einfriert und dem Hund dann zum lutschen gibt. Oder – und Emil liebt es – kühle Wassermelonenstücke! Bei unserem Züchtern (Helena und Thomas von den Vienna Calling Beagles) findet ihr hier noch weitere coole Rezepte für Hundeeis! Bitte denkt dran: Auch euer Hund kann einen Hitzschlag bekommen, also keep cool!

Ansonsten ist ein Hund auf Reisen genauso wie zu Hause. Er will sein kuscheliges Bett (kommt natürlich mit), ein paar Kauartikel oder Spielsachen wie ein Frisbee (wobei man hier nicht sehr viel braucht da man im Urlaub ja eh immer unterwegs ist) und seine Näpfe nebst Futter.

Achtet bei Unternehmungen darauf, dass ihr einen guten Mix zwischen Stadt und Land habt. Wir waren z.B. mit Emil einen Tag in Siena (schlechte Idee bei 45 Grad, selbst wir waren platt) und der Hund muss ja dann sozusagen barfuß auf dem heißen Asphalt laufen! Nach zwei Stunden haben wir ihn wieder in`s Auto gesteckt und sind zu einem kalten See gefahren – DAS war das richtige für ihn. Und für uns auch!

Bei Hitze gilt generell: Niemals Mittags unterwegs sein (Siesta!), bloß keine Anstrengung (haha wird bei uns eh net passieren, ausser dass das Mittagsmenü evtl. zu groß gewählt ist) und ja nicht (!) den Hund um Auto lassen. Niemals. Schaut euch mal diese Tabelle zum Thema Hitzeentwicklung im Auto an… mehr muss man dazu nicht sagen!

Bei der Wahl der Unterkünfte hatten wir nie ein Problem mit Hund. Wir buchen unsere Ferienhäuser mittlerweile am liebsten über Airbnb – und da kann man super nach „Haustier erlaubt“ filtern. In Italien hatten wir in der Toskana ein Traum-Anwesend und die Besitzer waren extrem Hundefreundlich, ebenso in Norditalien und in Kroatien! Auch Abends gab es kein Restaurant in Italien und Kroatien (und wir waren viel Essen!) in welchem Hunde nicht erwünscht sind. Hier bin ich aber immer top organisiert und habe meist im Vorfeld schon reserviert und den Hund mit angekündigt.

Geflogen sind wir bis dato mit Emil noch nicht. Da Hunde nur bis zu einem gewissen Gewicht (8Kg) bzw. Größe (Hund muss in eine Tasche passen welche unter dem Vordersitz verstaut werden kann) zugelassen sind, Emil dies nicht erfüllt und somit in den Frachtraum müsste, fliegen wir nicht mehr in den Urlaub! Auf jeden Fall nicht MIT Emil. Aber auch das – alles eine Frage der Organisation! Nach Gotland nutzen wir die Chance eines coolen Roadtrips und durchqueren mit mehreren Stops einfach mal Deutschland. Auch cool und von der Landschaft sieht man einiges.

Und wenn Emil mal nicht mitkann weil wir einen Städtetripp machen, freut er sich extrem, bei seiner Meute – den Vienna Calling Beagles – zu sein. Ein ganz großes Dankeschön an dieser Stelle an Helena und Thomas (DIE Vienna Callings, Züchter von Emil und mittlerweile Freunde von uns)! Es ist so wunderschön, dass Emil jeder Zeit bei euch herzlich willkommen ist und wir wissen, dass es ihm besser nicht gehen könnte!

Und bitte – unser kleiner Gourmet war sogar schon bei Ana Roš in ihrer Hiša Franko auf ein Dinner! Alle dort waren so unglaublich Hundefreundlich, wir sind immer noch sehr begeistert! Ihr seht, einer coolen Reise mit eurem Hund steht nichts im Weg!

Wer Emil im Sommer auf seinen Abenteuern verfolgen will, schaut einfach auf seinem Instagram-Kanal hier vorbei! Viel Spass mit euren Fellnasen – genießt die Sonne!

 

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