Tomaten aus Österreich

InHerbst | 09-11, Rezepte, Sommer | 06-08
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Einkochen, Dörren, Einlegen – Die Tomate als Allrounder


Ob Paradeiser oder Tomaten, wir lieben das rote, g’schmackige Gemüse im Sommer! Die perfekte Tomatenzeit ist jetzt – von Juli bis Mitte September. Nicht nur die heimischen Gärten sind prall damit gefüllt, auch in den BILLA-Filialen gibt es jetzt gerade eine riesige Auswahl unterschiedlichster Tomaten. Aber wusstet ihr eigentlich, dass es bei BILLA das ganze Jahr über Tomaten aus Österreich gibt? So müssen keine ausländischen Tomaten in den restlichen Monaten importiert werden und heimische Produzenten können sich 365 Tage auf die Abnahme ihrer Tomaten verlassen.

Fakten über die Tomaten

Tomaten gehören zu den Nachtschattengewächsen und sind somit eng verwandt mit der Kartoffel oder der Melanzani. Die 1-2 jährige Pflanze stammt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika, wo sie unter anderem etwa 200 v. Chr. von den Maya kultiviert wurde. In Europa ist sie erstmals in Italien aufgetaucht – vielleicht ist sie gerade deswegen in unseren Köpfen eng mit der italienischen Küche verknüpft und aus dieser nicht mehr wegzudenken!
Die größten Tomatenproduzenten weltweit sind China, Indien und die Vereinigten Staaten. Weltweit werden ca. 180.000.000 Tonnen (OMG!) Tomaten produziert, davon 24.169.570 Tonnen in Europa. Österreich steht mit 55.068 Tonnen im Verhältnis zur Landesgröße ziemlich gut da – während in Deutschland im Vergleich „nur“ 85.287 Tonnen produziert werden.

Weltweit gibt es über 3.100 verschiedene Sorten Tomaten (war das irgendjemandem bewusst?!?); eine der größten Tomaten wiegt pro Stück (!) bis zu 1 kg. Nebst den bekannten roten Tomaten findet sich auch in den Färbungen eine Vielfalt. Diese geht von weiß, gelb, orange, rosa, violett, grün, braun und schwarz bis hin zu gestreiften Tomaten.
(Quelle. Wikipedia, Stand 2016)

Die Tomate als Lebensmittel

Eine Tomate besteht zu etwa 90-95 Prozent aus Wasser, enthält Vitamine (A, B, C) und Spurenelemente. Vor allem in der Tomatenhaut (man kennt das vom Apfel) befinden sich besonders viele Nährstoffe – weswegen wir kein Fan davon sind, Tomaten zu häuten. Das ist übrigens nicht die einzige Gemeinsamkeit mit Äpfeln. Auch Tomaten sondern während ihrer Lagerung Ethen aus, somit sollten Tomaten und Äpfel nicht neben anderem Obst oder Gemüse gelagert werden, da dieses abgesonderte Ethen bewirkt, dass die anderen Produkte schneller schlecht werden.

Gesund sind sie auch noch –100g Tomate enthalten gerade einmal 75 kJ. Komisch, dass wir Tomaten in jeglicher Form und Zubereitungsart lieben, sich bei dem Thema Tomatensaft aber die Geister scheiden! (Toni mag ihn zum Beispiel gar nicht, während Bene die „Bloody Mary“-Version bevorzugt. Haha!)

Lagerung von Tomaten

Tomaten sollten nicht im Kühlschrank gelagert werden. Außer in Wien herrscht wiedermal eine Hitzewelle und die Raumtemperaturen steigen auf über 20 Grad – denn bis zu dieser Temperatur lagert die Tomate optimal. Wenn Tomaten unter 10 Grad gelagert werden (Kühlschränke sind meist auf 8 Grad eingestellt), verliert sie enorm an Geschmack und büßt auch ihre Haltbarkeit ein.

Österreich und die Tomate

Der Pro-Kopf-Konsum in Österreich ist in den letzten Jahren leicht angestiegen, im Jahr 2017 lag er bei durchschnittlich 29 Kg/Person. Somit essen wir im Durchschnitt 2,5 Kg Tomaten im Monat. Irre, oder? Und wir Österreicher essen auch am liebsten österreichische Tomaten (gut, wer mitgerechnet hat) – denn: Wir wissen, dass in Österreich 55.000 Tonnten Tomaten produziert werden, verbrauchen tun wir Österreicher im Durchschnitt 26.100 Tonnen davon selbst. Somit bleibt die Hälfte für den Export in andere Länder. (Ist nur eine ungefähre Rechnung!).

Dass man aus Tomaten mehr als Caprese machen kann, möchten wir euch heute zeigen. Und da wir gelernt haben, dass Tomaten sehr gesund sind und dass man sie bei BILLA 365 Tage im Jahr bekommt, könnt ihr euch Zeit lassen, um alle Rezepte in Ruhe auszutesten.


Getrocknete Tomaten: Dörren einfach gemacht


Zutaten für 2 Glas mit ca. 600ml

1 kg Ja! Natürlich Paradeiser-Raritäten
etwas grobes Meersalz


Das Dörren funktioniert auch ohne speziellen Dörrautomat sehr gut.
Die kleinen Cocktail-Tomaten halbieren, Größere in dicke Scheiben schneiden und nebeneinander auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Mit wenig Meersalz bestreuen (ca. 2 EL pro Kg).

Den Backofen auf 90°C (Umluft) vorheizen. Die Tomaten in den Ofen geben und einen Kochlöffel in die Backofentüre stecken, damit die Türe leicht geöffnet ist und die entstehende Feuchtigkeit entweichen kann. Der Trocknungsvorgang dauert ca. 2,5 Stunden, dabei immer nach 30 Minuten einmal wenden.

Die fertig getrockneten Tomaten aus dem Ofen nehmen, nochmals mit groben Meersalz bestreuen und anschließend abkühlen lassen.

    In luftdichten Behältern lagern. Wenn kein Schimmelbefall entsteht, halten die getrockneten Tomaten sehr lange – mindestens 3-4 Monate.

 


Gefüllte Tomaten: Frischkäse als Add-On


Zutaten für 2 Gläser á ca. 300ml

700 g Tomaten „Fruchtige Frieda“
100 g Frischkäse
1 TL Salz
1 TL Pfeffer, gemahlen
2 EL frischer gehackter Salbei
reichlich Olivenöl 


Den Deckel der Tomaten knapp abschneiden und diese mit einem kleinen Löffel aushöhlen. Wir haben hierfür einen Kugelausstecher, mit einem Espressolöffel geht es aber auch sehr gut.
Frischkäse mit Salz, Pfeffer und gehackten Salbei würzen und in die kleinen Tomaten füllen.

Die gefüllten Tomaten vorsichtig in ein ausreichend großes (oder mehrere) Einmachgläser schichten. Mit Olivenöl aufgießen, bis alle Tomaten bedeckt sind und gut verschließen. Im Kühlschrank gelagert sind sie so mindestens 7 Tage lang haltbar.

    Das übrig gebliebene Fruchtfleisch könnt ihr außerdem super für eure nächste Tomatensauce nutzen (siehe das nächste Rezept!)

 


Eingekochte Tomaten: Der Allround-Sugo


Zutaten für 4 Gläser á ca. 350 ml

4 mittelgroße Zwiebeln
3 EL Olivenöl
1 Bund Karotten
4 Stangen Stangensellerie
3 Knoblauchzehen
2 kg Tomaten „Runde Resi“
¼ l Rotwein
1 l Gemüsebrühe
2 EL getrockneter Thymian
Salz, Pfeffer 


Die Zwiebeln fein hacken und in Olivenöl anschwitzen. Karotten und Sellerie ebenfalls hacken und hinzugeben. Kurz anbraten, anschließend zerdrückten Knoblauch und grob gehackte Tomaten dazu geben und erhitzen. Mit dem Rotwein ablöschen und mit Brühe aufgießen. Mit Thymian, Salz und Pfeffer würzen und bei niedriger Hitze für mindestens 60 Minuten einkochen lassen, dabei gelegentlich umrühren.
Anschließend den Sugo fein pürieren. Wer möchte kann ihn auch noch passieren. Nochmal würzig Abschmecken.
Wenn der Sugo fertig ist, die Einmachgläser in einem Topf heiß abkochen. Den erhitzten Sugo in die sterilisierten Einmachgläser füllen, gut verschließen und auskühlen lassen.
Dunkel gelagert ist er mindestens 6 Monate haltbar. 

 


Pürierte Tomaten: Der Pesto-Klassiker


Zutaten für 2 Gläser á ca. 250 ml

500 g Tomaten „Garten Gemüse: Stefans bunte Cherry“
2 Knoblauchzehen, gehackt
1 Chilischote, je nach Schärfegrad
2 EL geriebener Parmesan
2-3 EL Semmelbrösel
3 Sardellenfilets
20 ml Olivenöl
Salz, Pfeffer 


Tomaten, Knoblauch, Chilischoten, Parmesan, Semmelbrösel, Sardellenfilets und Olivenöl in einen Mixer geben und zu einer homogenen Masse pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

In einem Topf auf dem Herd einmal erhitzen.
Währenddessen die Einmachgläser in einem Topf heiß abkochen. Das erhitzte Pesto in die sterilisierten Einmachgläser füllen, gut verschließen und auskühlen lassen.
Dunkel gelagert ist es mindestens 6 Monate haltbar. 

In freundlicher Zusammenarbeit mit BILLA entstanden. (Werbung / Sponsored Post)

1 Kommentar

  1. Meine Tomatenernte ist dieses Jahr sehr reichlich ausgefallen und ich suche jetzt nach verschiedenen Möglichkeiten, wie ich die gut verarbeiten kann. Inzwischen habe ich sogar rausgefunden, dass man Tomaten auch einfrieren kann. Mit einem Teil der Ernte werde ich das auch machen. Hier finde ich besonders das Pesto-Rezept sehr reizvoll. Danke dafür.

    PS: Wow. Das es über 3.100 verschiedene Sorten Tomaten hätte ich nicht erwartet. So eine 1 kg Tomate würde ich dann aber nicht essen wollen. Schmeckt bestimmt sehr wässrig. Aber generell fände ich es mal interessant zu wissen, ob es da sehr große Unterschiede im Geschmack gibt

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